{"id":315,"date":"2014-10-27T13:26:33","date_gmt":"2014-10-27T12:26:33","guid":{"rendered":"https:\/\/merlin.yfx.de\/?p=315"},"modified":"2014-10-27T13:26:33","modified_gmt":"2014-10-27T12:26:33","slug":"tal-der-rosen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/merlin.yfx.de\/marokko2014\/?p=315","title":{"rendered":"Tal der Rosen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left\"><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>26. Oktober 2014 &#8211; Bou Thrarar<\/strong><\/span><br \/>\nGestern ging es wieder zur\u00fcck nach Boulmalne du Dad\u0117s. Noch einmal die Serpentinen rauf und runter. Diesmal hielten wir in Ait Arbi und liefen \u00fcber die schmale Br\u00fccke hin\u00fcber in den kleinen Ort, um uns die alten Kasbahs aus der N\u00e4he anzusehen, die uns schon auf dem Hinweg aufgefallen waren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_337\" aria-describedby=\"caption-attachment-337\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-337 size-full\" src=\"https:\/\/merlin.yfx.de\/marokko\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/image139.jpg\" alt=\"Kasbah Ait Arbi\" width=\"800\" height=\"450\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-337\" class=\"wp-caption-text\">Kasbah Ait Arbi<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left\">Als wir so um die alten Gem\u00e4uer herumliefen und einen m\u00f6glichen Eingang suchten, sprach uns ein junger Mann an und erbot sich, uns herumzuf\u00fchren. Er sprach leider nur ein paar Brocken Franz\u00f6sisch und so bekamen wir nur magere Erkl\u00e4rungen in einer Mischung aus einem Berberdialekt und ein paar Brocken Franz\u00f6sisch. Die Kasbah geh\u00f6rt danach seiner Familie, die aber inzwischen in mehreren neuen H\u00e4user in der Nachbarschaft wohnt. Es wurden wohl schon mehrere Versuche begonnen, das Geb\u00e4ude zu restaurieren und als Museum herzurichten. Bisher sind aber wegen Geldmangel nur einige grundlegende Sicherungsarbeiten am Dach erfolgt. So mussten wir im Dunklen die zerfallenen Treppenstufen hinaufsteigen, um in die oberen Etagen und auf das Dach zu gelangen, bekamen aber daf\u00fcr einen Eindruck vom urspr\u00fcnglichen Aufbau eines solchen Geb\u00e4udes. Die Aktion w\u00e4re fast daran gescheitert, dass sich im Treppenturm eine wilde H\u00fcndin mit ihren Jungen eingerichtet hatte. Gl\u00fccklicherweise gab es einen zweiten Treppenturm, der allerdings in noch schlechterem Zustand war. So kamen wir dann doch nach oben. Kaum vorstellbar, dass hier noch vor 50 Jahren bis zu 10 Familien gewohnt haben.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-343 size-full\" src=\"https:\/\/merlin.yfx.de\/marokko\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/image145.jpg\" alt=\"Kasbah Ait Arbi 2\" width=\"800\" height=\"450\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-342 size-full\" src=\"https:\/\/merlin.yfx.de\/marokko\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/image144.jpg\" alt=\"Kasbah Ait Arbi 3\" width=\"800\" height=\"450\" \/>Zur\u00fcck an der Hauptstrasse fuhren wir noch einmal ins Zentrum von Boulmalne du Dad\u0117s, schlenderten \u00fcber den Markt und durch die umliegenden Strassen und suchten uns einen Platz auf der schattigen Dachterasse eines kleinen Lokals mit Blick auf den zentralen Platz vor dem Souk, um von dort, die unten ablaufende Vorstellung, bei frisch gepresstem Orangensaft und einer Tajine anzuschauen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-325 size-full\" src=\"https:\/\/merlin.yfx.de\/marokko\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/image127.jpg\" alt=\"Boulmalne du Dad\u00e8s 1\" width=\"800\" height=\"450\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-339 size-full\" src=\"https:\/\/merlin.yfx.de\/marokko\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/image141.jpg\" alt=\"image\" width=\"800\" height=\"450\" \/>Ab hier wendet sich der Dad\u0117s nach Westen entlang der Berge und so erscheinen die 25km bis nach El-Kelaa M&#8217;Gouna fast wie ein einziges Stra\u00dfendorf. Die Gegend hier wird als Tal der Rosen bezeichnet, weil hier eine bestimmte Damaszener Rose w\u00e4chst, deren Bl\u00fcten im gro\u00dfen Stil zur Destillation von Rosenwasser verwendet werden. Jetzt, Ende Oktober, ist davon aber, abgesehen von vielen L\u00e4den, die Rosenduft in allen m\u00f6glichen Darreichungsformen anbieten, nicht viel zu sehen. Wieder geht es hinein in die Berge. Leider f\u00fchrt die einzige asphaltierte Strasse erst einmal weg vom Tal des M&#8217;Gouna hinein in die kahlen Berge. Nach ca. 15km findet die Strasse aber auf 1600m H\u00f6he doch wieder den Weg ins Flusstal und man befindet sich in einer, vom Tourismus noch weitgehend unber\u00fchrten Berglandschaft mit kleinen D\u00f6rfern, wo unten am Fluss die Frauen W\u00e4sche waschen und zum Trocknen in den Weiden und Rosenb\u00fcschen ausbreiten.<br \/>\nWir sind auf gut Gl\u00fcck hier hinaufgefahren, ohne zu wissen,ob es hier einen geeigneten \u00dcbernachtungsplatz gibt. In Bou Thrarar halten wir an einer kleinen Herberge, deren Zufahrt aber bestenfalls f\u00fcr PKW taugt, um uns nach einem Stellplatz zu erkundigen. Bevor wir eine Auskunft erhalten, m\u00fcssen wir im wundersch\u00f6nen Innenhof Platz nehmen und einen Tee trinken, wie das hier so \u00fcblich ist. W\u00e4hrend wir unseren Tee trinken, kommen mehrere Franzosen mit ihren Trekkingr\u00e4dern in den Innenhof, offenbar auch eine Alternative den Hohen Atlas zu erkunden. Sie waren wohl mit kundigem Bergf\u00fchrer und Allrad-Begleitfahrzeug unterwegs und wollten hier Quartier beziehen.<br \/>\nNachdem wir unseren Tee getrunken haben, werden wir an eine nette Familie verwiesen, die oberhalb des Ortes am Berghang eine Kasbah als Hotel betreibt und davor einen kleinen Stellplatz f\u00fcr Wohnmobile eingerichtet hat. Die Auffahrt ist nicht asphaltiert und f\u00fcr unser Auto gerade noch zu schaffen, die Aussicht von dort aber einfach toll. Nach dem Abendessen sitzen wir noch lange auf der Terrasse vor dem Haus und versuchen uns in musikalischer Verst\u00e4ndigung mit einem der S\u00f6hne, der seine verstimmte Gitarre hervorholtund v\u00f6llig fasziniert von meiner Drehleier ist.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen f\u00e4llt der angek\u00fcndigte spektakul\u00e4re Sonnenaufgang wegen dichter Wolken aus, aber daf\u00fcr giebt es Fr\u00fchst\u00fcck vom Haus mit frischen Pfannkuchen und Feigenmarmelade. Danach verabschieden wir uns schweren Herzens von den netten Menschen, die auch Merlin ins Herz geschlossen hat, denn er durfte \u00fcberall frei herumlaufen und nutzte das auch weidlich aus.<br \/>\nBevor wir uns wieder auf den R\u00fcckweg machen, erkunden wir noch den alten Ortskern mit seinen, leider auch dem Verfall preisgegebenen, alten Kasbahs und fahren die Strasse noch ein paar Kilometer weiter, um zu sehen, ob sie hier tats\u00e4chlich endet und nur als Piste weitergeht. Die Baut\u00e4tigkeit scheint aber weiter vorangekommen zu sein, als nach den Routenbeschreibungen zu erwarten war. Es war kein Ende des Asphalts abzusehen und so machen wir trotzdem kehrt, denn wir haben uns vorgenommen noch bis Agzd ins Dra\u00e2tal vorzusto\u00dfen. Die weitere Etappe \u00fcber Skoura nach Ouazzarzate wollenwir uns f\u00fcr gemeinsame Exkursionen mit unseren Besuchern Mitte November aufheben und so fahren wir, nachdem wir unsere Bargeldvorr\u00e4te in El-Kelaa M&#8217;Gouna aufgefrischt haben und in der einzigen Pattisserie ein paar Leckereien erworben haben, durch bis in den Palmenhain von Agzd und beziehen Quartier im Palmenhain eines der letzten Nachfahren des Kaid Si Ali dessen Familie f\u00fcr 400 Jahre bis in die 40er Jahre des 20ten Jahrhundert als Vertreter des Sultans hier geherrscht haben.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-406 size-full\" src=\"https:\/\/merlin.yfx.de\/marokko\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/image49.jpg\" alt=\"Kasbah Caid Ali\" width=\"800\" height=\"450\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right\">Manfred<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>26. Oktober 2014 &#8211; Bou Thrarar Gestern ging es wieder zur\u00fcck nach Boulmalne du Dad\u0117s. Noch einmal die Serpentinen rauf und runter. 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