Sidi Kaouki

Etwa 25km südlich von Essaouira liegt der kleine Ort Sidi Kaouki, der sich in den letzten Jahren zum beliebtesten Surferspot in Marokko entwickelt hat. Hier sind Wohnmobile noch willkommen. Es gibt keine größeren Hotels, dafür aber viele kleine Pensionen und mehrere Wohnmobilstellplätze. Ein guter Ort um für ein paar Tage zu bleiben und in Marokko anzukommen.


Den Regen haben wir inzwischen hinter uns zurückgelassen, aber der kräftige Wind ist uns geblieben. Die Kitesurfer freut es, aber als Radfahrer ist es schon komisch, wenn man auch bergab ordentlich in die Pedale treten muss. Trotzdem genossen wir unsere Radtouren entlang der Küste – zumindest in eine Richtung war der Wind ja auf unserer Seite.
Dank der vielen Surfer gibt es hier genug Cafés und Restaurants, die trotz Ramadan tagsüber geöffnet haben. Allerdings sollte man bis Sonnenuntergang satt sein, denn die meisten Lokale schließen dann, weil die Betreiber selbst essen wollen.

Nach 2 Tagen hatten wir so viel Sonne abbekommen, dass wir beschlossen, mal wieder einen Tag im Auto zu verbringen und langsam weiter nach Süden zu fahren. In dieser Region wachsen die Arganbäume, aus deren Früchten das wertvolle Arganöl gewonnen wird. Am Straßenrand sieht man immer wieder kleine Stände, an denen die Bauern der Region das begehrte Öl, Honig oder Amlou verkaufen. Bei einem von ihnen hielten wir an und erstanden Amlou und Arganhonig.

Märkte spielen in Marokko immer noch eine wichtige Rolle im Leben der Menschen außerhalb der großen Städte.  Jeder Ort hat seinen wöchentlichen Markttag und man erkennt sofort ob Markttag ist, wenn man in den Ort hineinkommt, denn die Durchfahrtsstraße ist verstopft mit Lieferwagen, Taxis, Eseln, Lastkarren aller Art, und natürlich Menschen mit ihren Einkäufen. Hier wird alles gehandelt, was der Mensch zum Leben braucht.  Für uns ist es immer ein Vergnügen anzuhalten und sich umzusehen.
Und unsere eigenen Vorräte müssen ja auch gelegentlich aufgefrischt werden. Heute hielten wir in Tamri, offenbar Anbauregion für Papayas und kleine süße Bananen, die zwar nicht auf unserem Einkaufszettel standen, sich aber trotzdem zu Tomaten, Orangen, Zwiebeln und frischem Koriander gesellt hatten, als wir bepackt zu unserem Auto zurückkehrten.

So gut versorgt, machten wir uns auf die Suche nach einem Platz für die Nacht. Außerhalb der Ortschaften gibt es hier an der Küste wenig Möglichkeiten die Straße zu verlassen. Unser erster Versuch scheiterte nach wenigen 100m an der sehr begrenzten Geländetauglichkeit unseres Auto. Der zweite Versuch war dann erfolgreich, und so stehen wir jetzt keine 100m von der Brandung entfernt, aber außer Sicht- und Hörweite der Straße in wüstenartigem Gelände. Mal sehen, wie die Nacht wird. Bellende Bewacher haben wir zumindest genug!

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