Ramadan

Am Samstag erfahren wir und alle Marokkaner, ob das Ende des Ramadan am Sonntag oder Montag ist. Der König wird es bekanntgeben.

Bis dahin sollte man sich gut versorgt haben, denn für 2-3Tage ist dann alles geschlossen: Märkte, Geschäfte, Lokale. Zum Zuckerfest am Ende des Ramadan treffen sich die Familien und es wird gut und ausdauernd gegessen, sich beglückwünscht und beschenkt. Alles ein bisschen so, wie Weihnachten bei uns.

Wir wissen noch nicht so richtig, ob wir uns auf das Ende des Ramadans freuen oder es bedauern sollen. Es ist schon unglaublich ruhig in dieser Zeit. Vor 10 Uhr trifft man kaum einen Menschen auf der Straße. Die Straßen sind wie leergefegt. Erst gegen 14 Uhr wird es lebendiger, und für eine kurze Zeit öffnen die Märkte, und es wird eingekauft. Eine Stunde vor Sonnenuntergang erstirbt dann wieder jedes öffentliche Leben. Alle ziehen sich ins Zuhause zurück und warten sehnlichst auf den Ruf des Muezzin, der das abendliche Fastenbrechen einläutet. Dann wird gegessen und getrunken, alles was nahrhaft ist, beginnend mit Milch und Datteln, viele Eier, die nahrhafte Suppe Harira, Gemüse , Fleisch und Süßes. Nach dem letzten Gebet gegen 21 Uhr versinkt das Land wieder in Stille.

Tagsüber sind die Marokkaner wie immer freundlich, aber verlangsamt, schläfrig und distanzierter.

Inwieweit Religiösität, Tradition oder gerade bei jungen Menschen das Gefühl von Zusammengehörigkeit beim Ausüben des Ramadan eine Rolle spielen, erschließt sich uns nicht.

Wir sind gespannt , wie es nach Ramadan weitergeht, bzw. wie wir uns dann im trubeligen, geschäftigen Marokko fühlen werden.

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