Essaouira

Eine Nacht blieben wir in dem Camp an der Sanddüne, dann zog es uns weiter. Zu wenig Wärme und zu viel Regen ließen uns immer noch nicht zur Ruhe kommen. Etwas mehr als 200km waren es noch bis Essaouira, und dort versprach der Wetterbericht für morgen strahlenden Sonnenschein. Leider gibt es in Essaouira keine stadtnahen Stellplätze , und so blieben wir für die Nacht gut 10km vor der Stadt, wo Privatleute vor kurzem den Garten ihrer Villa für Wohnmobilreisende geöffnet haben und gerade dabei sind, ihn entsprechend herzurichten.

Am nächsten Morgens ging es dann bei strahlendem Sonnenschein hinunter in die Stadt. Der uns von früheren Besuchen bekannte Parkplatz an der alten Stadtmauer ist inzwischen für Wohnmobile gesperrt. Offenbar will die Stadtverwaltung Wohnmobile von Altstadt, Strand und Hafen fern halten, und hat sogar rund um die Altstadt viele Straßen komplett für Wohnmobile gesperrt. Ein freundlicher Polizist wies uns den Weg aus der Verbotszone zum offenbar einzigen für Wohnmobile erlaubten Parkplatz am Südende des Strandes, etwa 2,5km von der Altstadt entfernt. Dort angekommen, beschlossen wir, endlich einmal unsere Fahrräder abzuladen und für eine Tour entlang des Strandes in die Altstadt zu nutzen. Essaouira war schon immer ein touristischer Hotspot in Marokko und hat sich in den letzten Jahren immer mehr herausgeputzt. Trotz Ramadan und Freitag. waren die engen Gassen voller Menschen, und Geschäfte, Restaurants und Cafés waren geöffnet.

So verändert der Tourismus auch die islamische Welt. Wir genossen es, uns mal wieder durch die Gassen treiben zu lassen, in einem Lokal eine Kleinigkeit zu essen und frisch gepressten Orangensaft zu trinken.
Im Laden einer Frauenkooperative konnte ich sogar Amlou erstehen, eine marokkanische Spezialität aus Mandelmus, Arganöl und Honig, sehr lecker!

Erstaunlicherweise kamen wir mit unseren Fahrrädern in den engen Gassen gut zurecht. Wir mussten zwar die ganze Zeit schieben und machmal wurde es ziemlich eng, aber die Marokkaner sind das gewöhnt und nehmen es mit viel Gelassenheit.

2 Gedanken zu „Essaouira

  1. Liebe Carola, lieber Manfred!
    Vielen Dank für die Zusendung eures Reiseblogs. Es sind ja wieder traumhafte Bilder und interessante Texte.
    Schön, dass ihr trotz des Wetters gut in Marokko angekommen seid.
    Dafür scheint hier pausenlos die Sonne.
    Ich wünsche euch weiterhin eine erlebnisreiche und entspannte Reise. Genießt die nächsten Wochen in vollen Zügen!
    Liebe Grüße, Christa

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